Alle Artikel mit dem Schlagwort: Donauschwaben

Männerbild – eine „gute“ Beschreibung

Hin und wieder muss ich in alten Kisten kramen. Da tauchen dann Bilder auf, die man noch gar nicht, oder schon sehr lange nicht mehr gesehen hat. Eines dieser Bilder sieht so aus wie oben Auf der Rückseite steht – Männerbild – hmm, besser kann man das Bild eigentlich gar nicht beschreiben. Leider ist die dargestellte Generation bereits längere Zeit verstorben, auch die Generation der Kinder lebt schon zum großen Teil nicht mehr. Sollte jemand zufällig einen der Männer erkennen, freue ich mich über eine entsprechende Info. Das Bild wurde vermutlich vor dem 2. WK in Tscherwenka aufgenommen.

Die besten Jahre – in der Gefangenschaft

DR DOONESCHWOB Wenn’s Schicksal ’n gschlage, hot koons ’n gheert klage. Er hot glei gwißt Bescheid, des vrplemprt ner Zeit. Mit Mut un mit Kraft, mr ehndr was schafft. So hot ‚r gedenkt, schiefes grad widr glenkt. Mit dr Händ repariert, mit Humor glei pariert. Unsr schwowischi Art, hot bis heint sich bewahrt. S henn alli so gstrebt uff gleichi Art glebt, was ’ne ovrtraut gwahrt, ner Gott ’s goffnbart! Eva Mayer-Bahl aus „Fei´roowed“ 1985 Franz Adam wurde am 06.05.1894 in Apatin als ältestes Kind von Adam Franz und König Maria geboren. Der Vater war von Beruf Zimmermann, konnte aber später aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf nicht mehr ausführen und eröffnete einen „Tante Emma Laden“. Franz Adam lernte den Beruf des Donaufischers und übte diesen über den größten Teil seiner Erwerbszeit aus. Zwischendurch gab es Zeiten, in denen er als Schiffssteuermann unterwegs war, so z.B. in den Jahren 1911./.1913; 1921./.1924 und 1934./.1944. Im Oktober 1914 wurde er zum Österreichisch-Ungarischen 23. Infanterieregiment eingezogen. Bereits im April 1915 kam er in russische Kriegsgefangenschaft, aus der er im …

Drei Leintücher als Andenken

  O O D E N K E Ich hab drei Leintiichr im Kaschte gfunne, die hot die Herschberger Nannibäsl gspunne. Schräg iwr die Gass, do war ich oft driwe. Als Oodenke sin die Tiichr gebliwe. Ich sig sie noch heint, wie sie spinnt un trett. Ich war an ihr ghonge, als wie a so Klett. ’s wäre ihre Haar schun un Auge vrbliche. Oft bin ich ganz haamlich zu ihre gschliche. Wenn sie jetz wißt, daß ich vun ‚re tu schreiwe, tat sie sichr widr sage: „Kind, du kannsch bleiwe.“ An ihre Fiiß hot sie ghat, die schwarzgstrickte Schuh. Ner’s Rädl hot gsurrt, awr schunscht war a Ruh. Ich hab in ihrem Garte die Paredeis derfe esse. Die Kindheit, die schee, kann halt koonr vrgesse. Eva Mayer-Bahl aus „Weitrleewe“ 1982 Herschberger Nannibäsl, geb. Gass Anna wurde 1865 in Apatin geboren und starb 1945 im Vernichtungslager Kruschiwl (Kruševlje – Serbien). Ich weiß nicht, ob sie dort verhungert ist (wurde), oder an Krankheit gestorben ist. Im Vernichtungslager Kruschiwl starben ca. 2500 Donauschwaben, denen vorher die Menschenrechte aberkannt wurden.