Alle Artikel mit dem Schlagwort: Radioaktivität

Radon – (k)eine Frage der Konzentration – 03

Aus dem Video des BfS, am Ende des Beitrags Radon – (k)eine Frage der Konzentration – 02 geht klar hervor, dass sich Radon in Räumen ansammelt, wenn der Zutritt über Risse, Öffnungen etc. möglich ist, ein ablüften im Wohnraum nur schlecht möglich ist, weil die Fenster zu dicht sind, oder weil zu wenig gelüftet wird Seit vielen Jahren spielt Energieeinsparung im Gebäude eine große Rolle. Die EnEV regelt, welchen Dämmstandard und welchen Standard unsere Heizanlagen haben müssen. Eine Bewertung des energetischen Zustandes erfolgt mit dem Energieausweis. Für Neubauten ist das alles in Ordnung. Für eine Altbausanierung nicht. Planer legen oftmals einen sehr starken Wert auf die Luft-Dichtigkeit der Gebäudehülle, ohne die Auswirkungen auf den Radongehalt der Innenluft zu kennen. So kann durchaus ein größeres Problem entstehen, wenn die Fassade, das Dach, die Fenster energetisch saniert werden, aber die Radondurchlässigkeit der Kellerwände und des Kellerbodens nicht beachtet, bzw überprüft werden. An diesem Beispiel ist gut ersichtlich, dass sich zumindest im Wohnzimmer und im Kinderzimmer die Radonkonzentration sehr stark verschlechtert haben. Konnte bei den alten Fenstern Radon noch gut über die Fugen und Anschlüsse …

Radon – (k)eine Frage der Konzentration – 02

Warum beschäftigt man sich mit dem Thema  Radon? Radon ist in Deutschland Risikofaktor Nr. 2 als Ursache für Lungenkrebs – nach dem Rauchen als Risikofaktor Nr. 1. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) teilt zum Thema Gesundheitsrisiko mit: Die gesundheitliche Gefährdung geht weniger vom Radon selbst aus, sondern von seinen kurzlebigen radioaktiven Zerfallsprodukten. Aufgrund seiner Edelgaseigenschaften und der Halbwertszeit von fast 4 Tagen wird Radon zum größten Teil wieder ausgeatmet. Die Atemluft enthält aber auch immer die Zerfallsprodukte des Radons (radioaktive Isotope der Elemente Polonium, Wismut und Blei), die überwiegend an die in der Luft befindlichen Aerosole oder Staubteilchen angelagert sind. Diese werden im Atemtrakt abgelagert und zerfallen dort vollständig. Die dabei entstehende energiereiche Alphastrahlung trifft die strahlenempfindlichen Zellen des Bronchialepithels. Aufgrund der hohen biologischen Wirksamkeit dieser Alphastrahlung kann es zu einer Schädigung der Zellen führen und damit die Entstehung einer Lungenkrebserkrankung begünstigen. Durch Synergieeffekte steigert sich die Schadwirkungen aus dem Rauchen und aus Radon auf sehr unangenehme Weise. Das BfS stellt das mit Worten dar: In der Gruppe der Raucher erhöht sich das Risiko, bis zum 75. …

Radon – (k)eine Frage der Konzentration – 01

Während meiner Grundwehrdienstzeit (weit zurückliegend im letzten Jahrtausend) lernten wir auch den Umgang mit der Radio-aktivität. Wir lernten, dass es 3 Arten von radioaktiver Strahlung gibt. Alphastrahlung Betastrahlung Gammastrahlung Am harmlosesten von den 3 Strahlungsarten solle die Alphastrahlung sein. Die lasse sich nämlich einfach durch Zeitungspapier, mit dem man sich abdecken kann, abschirmen. Durch die Kleidung dringe sie eh nicht durch. Auch Wikipedia weist darauf hin: Aufgrund ihrer elektrischen Ladung und relativ großen Masse von 4 u haben Alphateilchen nur eine sehr geringe Eindringtiefe in Materie. In Wasser oder organischem Material beträgt die Eindringtiefe eines 5-MeV-Alphateilchens 40 μm. Ein etwas kräftigeres Blatt Papier oder einige Zentimeter Luft reichen somit im Allgemeinen schon aus, um Alphateilchen vollständig abzuschirmen. Soweit wäre das ja kein allzu großes Problem. Aber es gibt da 2 Fakten, die in der damaligen Dienstvorschrift für Soldaten nicht beschrieben waren: Alphastrahlung hat eine sehr hohe Schadwirkung auf den menschlichen Organismus. Bei gleichem Energieeintrag ist die Schädigungswirkung (Strahlungswichtungsfaktor) der Alpha-strahlung 20mal so hoch wie die der Gammastrahlung! Alphastrahlung ist Teilchenstrahlung – diese Teilchen werden eingeatmet und mit …

Radiation thoron mantle

In den vorigen Beiträgen habe ich die Hintergrundstrahlung im homelab und im Garten als Graph dargestellt. Zum Vergleich nun die graphische Darstellung eines früher üblichen Glühstrumpfes, der z.T. aus Thoron besteht.   Der Graph sieht rein optisch schon völlig anders aus, als der Graph der Hintergrundstrahlung. Sowohl die Pulshöhe, als auch der Frequenzbereich unterscheidet sich stark von der vorigen Graphik.                      

Gammaspektren

In den folgenden Beiträgen zeige ich Gammaspektren, die von mir erstellt wurden. Alle Spektren werden mit einem 3×3″ NaJ Szintillationsdetektor   der Firma Scionix aufgezeichnet. Aufzeichnungsdauer 10800 sec. = 3 Std. Zur Analyse verwende ich den Sound Card Spectroscopy Driver GS1100A von Steven Sesselmann.   Die Auswertung nehme ich jeweils mit der Software PRA9 vor und übertrage die Daten in Excel, um Spektren vergleichen zu können. Die Einheiten der horizontale Achse beziehen sich auf immer gleiche Einheiten.