Baubiologie, Radon
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Radon – (k)eine Frage der Konzentration – 03

Aus dem Video des BfS, am Ende des Beitrags

Radon – (k)eine Frage der Konzentration – 02

geht klar hervor, dass sich Radon in Räumen ansammelt, wenn

  • der Zutritt über Risse, Öffnungen etc. möglich ist,
  • ein ablüften im Wohnraum nur schlecht möglich ist, weil die Fenster zu dicht sind, oder weil zu wenig gelüftet wird

Seit vielen Jahren spielt Energieeinsparung im Gebäude eine große Rolle. Die EnEV regelt, welchen Dämmstandard und welchen Standard unsere Heizanlagen haben müssen. Eine Bewertung des energetischen Zustandes erfolgt mit dem Energieausweis.

Energieausweis - Formular

Energieausweis – Formular

Für Neubauten ist das alles in Ordnung.

Für eine Altbausanierung nicht.

Planer legen oftmals einen sehr starken Wert auf die Luft-Dichtigkeit der Gebäudehülle, ohne die Auswirkungen auf den Radongehalt der Innenluft zu kennen. So kann durchaus ein größeres Problem entstehen, wenn die Fassade, das Dach, die Fenster energetisch saniert werden, aber die Radondurchlässigkeit der Kellerwände und des Kellerbodens nicht beachtet, bzw überprüft werden.

Radonkonzentration nach Einbau neuer Fenster

Radonkonzentration nach Einbau neuer Fenster

An diesem Beispiel ist gut ersichtlich, dass sich zumindest im Wohnzimmer und im Kinderzimmer die Radonkonzentration sehr stark verschlechtert haben. Konnte bei den alten Fenstern Radon noch gut über die Fugen und Anschlüsse abgelüftet werden, geht dies bei den neuen dichten Fenstern nun nicht mehr.

Vor der energetischen Sanierung eines Altbaus sollte immer eine Untersuchung der Radonkonzentration im Bestand und eine Untersuchung der Dichtigkeit der bodenberührenden Bauteile stattfinden.

Doch darüber im nächsten Beitrag.

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