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„Jede Technik tut einem gut“

18. Winterlehrgang mit DAN- und Gürtelprüfungen im Aikido-Familientraining Lichtenfels

Artikel aus: Obermain-Tagblatt vom 23.12.2014

Erwarben den Grad des 1. DAN: Silke Dorsch-Harms (li.) und Sylvia Schiepek-Brand - Foto: Daniel Herschberger

Erwarben den Grad des 1. DAN: Silke Dorsch-Harms (li.) und Sylvia Schiepek-Brand – Foto: Daniel Herschberger

Aikido

Alle Jahre wieder ist am 6. Dezember Nikolaustag und am 2. Adventsonntag Winterprüfung und Nikolausfeier im Verein Aikido-Familientraining Lichtenfels. Der Nikolaus, hätte er Zeit gehabt, hätte dieses Jahr wohl große Augen gemacht. Zum einen waren alle Prüfungsteilnehmer weiblich, zum anderen gab es gleich zwei Prüfungen zum ersten DAN. Die „Mädels“ punkteten sowohl mit Können und Freude an der Bewegung, als auch mit Charme. Die Aufregung, die nun einmal zu jeder Prüfung dazugehört, war bald verflogen.

 

Wie immer eröffneten die Kleinen den Prüfungsparkur und begeisterten ihre Eltern und alle Zuschauer. Lara Fuß (5. Kyu) hatte ihre Techniken ordentlich geübt und führte sie souverän vor. Natalie Eck stellte sich ihr als Angreiferin zur Verfügung.

Die Freundinnen Nadine Eck und Jule Stadelmann führten ihre Prüfungsaufgaben mit sichtbarer Freude und flottem Tempo vor. Die Aufforderung von Trainer Bernhard Herschberger, den Bewegungsradius von Techniken auszuschöpfen (z.B. Ikkyu ura waza) setzten sie auf ihre eigene spritzige Art und Weise um und verliehen so ihrer Prüfung zum 4. Kyu bereits eine ganz persönliche Note.

Bei Nina Eck, die zum 3. Kyu (I) geprüft wurde, konnten die Zuschauer eine weitere Steigerung erleben: Nina führte ihre Techniken präzise und gekonnt aus. So war bereits bei den Kindern zu erkennen, wie durch regelmäßiges fortschreitendes Training nicht nur Anzahl und Schwierigkeitsgrad der Techniken zunehmen, sondern sich auch Genauigkeit, Schnelligkeit und Geschmeidigkeit in den Bewegungen verbessern. Beeindruckend fanden einige Zuschauer, dass die Kinder ihr Prüfungsprogramm mit ansteckender Freude vorführten.

 

Oft ist es ja so, dass Kinder mit ihren Darbietungen ganz schnell die Herzen der Zuschauer und der Prüfungskommission im Sturm erobern. Ihren Leistungen nach war es auch diesmal so. Und doch war das Highlight dieses Tages die Prüfung zum ersten DAN von Silke Dorsch-Harms und Sylvia Schiepek-Brand. Als Angreifer standen ihnen Vater und Sohn Alois und Alexander Neuhöfer (beide 2. DAN), sowie Bernd Flieger (1. DAN) zur Verfügung. Die Aufregung, die man den beiden Frauen zu Beginn noch deutlich abspüren konnte, verflog mit den ersten Techniken schnell. Schwungvoll, elegant und temporeich zeigten sie Technik um Technik. Die Prüfungskommission hatte im Vorfeld die Prüfungsordnung dahingehend abgeändert, dass die Waffentechniken (z.B. Stock-Kata,  Schwert- und Stock-Awase, Abwehr eines Angreifers mit Stock) für die Angreifer (Uke) Pausen bildeten, in denen sie durchschnaufen konnten. „Das war auch gut so“, waren sich die 3 Uke´s einig. „Wenn man nur geworfen wird und die Techniken so flott kommen, erfordert das ganz schön Kondition“ fasste Alexander Neuhöfer zusammen. Für die Prüflinge bedeutete  diese Änderung eine Herausforderung an Flexibilität und Konzentration, die sie jedoch souverän meisterten. In einer DAN-Prüfung müssen mehr als 50 verschiedene Techniken vorgeführt werden. Diese müssen die Prüflinge soweit präsent haben, dass sie sie auf Ansage zeigen können. Dabei müssen sie sich auf Tempo und Energie der Angreifer einstellen und den zur Verfügung stehenden Raum richtig einschätzen.

 

Stolz auf ihre Leistungen:  Sie absolvierten den 18. Winterlehrgang mit DAN- und Gürtelprüfungen im Aikido-Familientraining: (vo. v. li.): Jule Stadelmann, Natalie Eck, Ulrike Schwerda-Herschberger, Lara Fuß, Nadine Eck, Nina Eck sowie (mittlere Reihe v. li.) Sylvia Schiepek-Brand, Bernhard Herschberger, Silke Dorsch-Harms und (hi. v. li.) Bernd Flieger, Alois Neuhöfer, Alexander Neuhöfer - Foto: Daniel Herschberger

Stolz auf ihre Leistungen: Sie absolvierten den 18. Winterlehrgang mit DAN- und Gürtelprüfungen im Aikido-Familientraining: (vo. v. li.): Jule Stadelmann, Natalie Eck, Ulrike Schwerda-Herschberger, Lara Fuß, Nadine Eck, Nina Eck sowie (mittlere Reihe v. li.) Sylvia Schiepek-Brand, Bernhard Herschberger, Silke Dorsch-Harms und (hi. v. li.) Bernd Flieger, Alois Neuhöfer, Alexander Neuhöfer – Foto: Daniel Herschberger

Sowohl Frau Silke Dorsch-Harms, als auch Frau Sylvia Schiepek-Brand haben 2002 angefangen Aikido zu trainieren, jedoch in unterschiedlichen Gruppen (Krabbeltraining mit Kindergartenkindern/Erwachsenentraining). Für beide stellt das Erreichen des 1. DAN kein „Endziel“ dar, sondern eine sehr wichtige Etappe in ihrer sportlichen Entwicklung. Frau Dorsch-Harms erinnert sich, dass es ihr am Anfang eigentlich nur darum ging gemeinsam mit ihrem Sohn Sebastian Sport zu treiben. Dabei hat sie immer mehr Spaß daran gefunden und ist auch dann dabei geblieben, als ihr Sohn etwas anderes ausprobieren wollte. Auf meine Frage, was ihr in den vielen Jahren in denen sie Aikido trainiert, wichtig geworden ist, antwortet sie: „Am meisten begeistert mich, dass man sich die Kraft, den Schwung eines „Angreifers“ zunutze machen kann und dass dabei etwas Neues entsteht und keiner zu Schaden kommen muss.“ Sie erzählt weiter: „Für mich war es leicht dabei zu bleiben, weil hier lauter nette Menschen üben und es keinen Konkurrenzdruck gibt. Außerdem mag ich die familiäre Atmosphäre hier. – Trotzdem war es für mich immer eine Herausforderung, Techniken die ich verstanden hatte, weiter zu verbessern. Und das gab dann immer wieder neue „Aha-Effekte“. Das war erstaunlich und hat einfach Spaß gemacht.“ Frau Dorsch-Harms freut sich darüber hinaus, dass sie im Aikido einen Sport gefunden hat, den sie noch lange ausüben kann, weil die weichen, fließenden und runden Bewegungen körperfreundlich sind.

Dem stimmt Frau Sylvia Schiepek-Brand aus vollem Herzen zu: „Aikido hat ja auch mich jetzt schon 12 Jahre begleitet. Das war für mich nur möglich, weil man jede Technik immer so variieren kann, dass sie einem gut tut – egal wie es einem gerade geht.“ Sie hatte in einem Volkshochschulkurs angefangen, Aikido zu trainieren, weil sie Möglichkeiten suchte, ihre physische Konstitution zu stärken. „Schließlich muss ich ja am nächsten Tag wieder arbeitsfähig sein, also kann ich nur einen Sport ausüben, der körperfreundlich ist und mich stärkt.“ Eine Zeit lang hat sie zusammen mit ihrem Sohn Leonard trainiert. „Das war sehr schön, gemeinsam mit dem Sohn Sport zu machen“, erinnert sie sich. Die Frage, warum sie dann alleine weiter gemacht hat, beantwortet sie ähnlich wie Frau Dorsch-Harms: „Das Aikido-Training hat mir immer sehr gut getan. Ganz oft ist es mir nach dem Training besser gegangen, als davor. – Ja und dann hat mir die Art von Bernhard immer wieder einfach gut gefallen, wie er es einem erklärt, dass im Aikido die Verbindung von Kopf und Körper, Geist und Seele gestärkt und harmonisiert wird. Das kann man nicht theoretisch lernen, sondern muss es erfahren und üben.“ – Für die Zukunft ist ihr das Dranbleiben wichtig: „Aikido braucht Zeit. Das lernt man nicht schnell. Und, naja, man muss halt den inneren Schweinehund mehr als einmal überwinden. Dann bleiben auch Erfolgserlebnisse nicht aus“, verrät sie ihr Rezept. „Für mich ist das inzwischen nicht mehr schwer. Ich freu mich auf die anderen Teilnehmer, die ja Gleichgesinnte sind und die Techniken ebenfalls so ausüben, dass sie einem gut tun. So wie wir hier Aikido trainieren, ist das alterslos und das gefällt mir sehr gut.“

Die Prüfungen:

Gelb-Gurt 5. Kyu: Lara Fuß

Orange-Gurt 4. Kyu: Nadine Eck, Jule Stadelmann

Orange-Grün-Gurt 3. Kyu (I): Nina Eck

Schwarzgurt 1. DAN: Silke Dorsch-Harms, Sylvia Schiepek-Brand

Gasthof zum Hemmschuh – Rumburg

Gasthof zum Hemmschuh  1900

Gasthof zum Hemmschuh 1900

Obige Aufnahme erhielt ich Anfang November im Museum in Rumburg. Derzeit findet dort eine Ausstellung über das Leben in Rumburg vor dem Krieg statt.

Der Gasthof zum Hemmschuh stand vor dem Krieg in der Schönlinderstraße 31 und wurde leider 1946 aus unbekannten Gründen abgerissen. Das Grundstück blieb unbebaut und ist heute noch eine Wiese.

Früher hatte das Gebäude die Hausnummer Rumburg 286 und man findet in den Kirchenbüchern Einträge unter dieser Hausnummer, so lange die Pfarrer Hausnummern eingetragen haben.

Das „neue“ Gebäude, der Gasthof zum Hemmschuh, wurde lt. Herrn Matthes von der Stiftung Umgebindehaus zwischen 1830 und 1840 errichtet. Darauf deuten laut seiner Aussage verschiedene Merkmale hin:

  • der Korbbogentürsturz,
  • die bereits sehr großen Fenster im OG
  • das Krüppelwalmdach mit der geringen Dachneigung
  • die klassizistisch durchgestaltete Straßenfront im EG

Franz Effenberger starb 1806 im Haus Nr. 286. Der Pfarrer trug als Beruf „Weber und Handelsmann“ in das Sterberegister ein. Dies ist der erste Hinweis darauf, dass im Haus Nr. 286 Handel getrieben wurde. Bis zum Abriss 1946 beherbergte das Gebäude einen Laden, in dem alles verkauft wurde, was man für den Alltag so benötigt.

Sein Sohn, ebenfalls ein Franz Effenberger war der erste, der als Schankwirt im Kirchenbuch bezeichnet wurde. Er starb 1851 im Hs. Nr. 286.

Man kann also davon ausgehen, dass dieser Franz Effenberger das Gebäude bauen ließ.

Von da an vererbte sich der Gasthof fast immer über die weibliche Linie weiter. Die letzte Eigentümerin war Marie Schwerda, geb. Böhme. Sie ließ den Gasthof in den 30er Jahren modernisieren und stattete ihn mit 3 Fremdenzimmern aus.

Viel ist vom Gasthof nicht übrig geblieben. Lediglich ein paar Erinnerungsfotos und eine beschädigte Tasse, die der Sohn auf der Flucht aus unbekannten Gründen mit sich führte.

Die letzte Wirtin - Marie Schwerda, geb. Böhme mit ihrem Sohn Ernst Schwerda und ihrer Mutter Marie Böhme, geb. Reinisch

Die letzte Wirtin – Marie Schwerda, geb. Böhme mit ihrem Sohn Ernst Schwerda und ihrer Mutter Marie Böhme, geb. Reinisch

In dem Foto am Anfang des Eintrages sieht man Marie Böhme, die letzte Wirtin rechts vorne am Gartentürchen stehen.

Die letzte Tasse - Dekor "Blaue Kirsche" der Firma Krautzberger aus Teplitz

Die letzte Tasse – Dekor „Blaue Kirsche“ der Firma Krautzberger aus Teplitz

Marie Böhme ersetzte bei der Modernisierung des Hemmschuhs das alte Zinngeschirr gegen moderne Keramik – die „Blaue Kirsche“

Bei Interesse an weiteren Infos zum Hemmschuh bitte ich um Nachricht.

 

Sotaiho – Atemübung

Auszug aus dem Sotaiho-Buch:

Die Basis-Atemübung beim Sōtaiho wird im Liegen durchgeführt. Dadurch ist es leichter, die Abläufe, Vorgänge und Bewegungen im Körper zu spüren und es muss nicht zusätzlich noch auf eine korrekte Körperhaltung geachtet werden.

 Körperhaltung während der Sōtai-Atemübung:

 

Atemübung 01

  • auf dem Rücken liegen
  • die Hände auf den Bauch legen
  • die Knie aufstellen und locker aneinander legen
  • die Füße stehen ca. schulterbreit auseinander
  • die Zehen sind etwas nach innen gedreht und werden leicht auf den Boden gedrückt

Die Übung beginnt immer mit der Ausatmung. Wenn alle Luft aus den Lungen geflossen ist, entsteht automatisch das Bedürfnis tief einzuatmen.

 Einatmung:

Atemübung 02

Die Einatmung erfolgt durch die Nase. Dabei soll der Bauch dick werden. Das heißt, es wird nach unten in den Bauch geatmet. Ebenso wölbt sich der Rücken nach oben, so dass die Wirbelsäule eine leichte Hohlkreuzposition einnimmt und ein Hohlraum zwischen Boden und Wirbelsäule entsteht.

 Haltephase:

 Nach dem Einatmen, der Mund ist geschlossen, wird die Luft im Körpermittelpunkt gehalten. Auch die Konzentration wird auf die Mitte des Unterbauchs, bzw. wird nach innen in die Mitte des Bauchraums gerichtet (beim Budo wird dieser Punkt Tanden  genannt). Schulter, Brust und Kehle sollen nicht unter Druck stehen, sondern locker gehalten werden. Das heißt, die Kehle ist noch offen, so dass Luft hinein oder hinaus fließen kann. Der Bauch bekommt automatisch eine natürliche Dicke und natürliche Spannung, wie auch beim Lachen. Diese Spannung darf nicht selbst erzeugt werden, indem die Muskeln angespannt werden! Die Phase sollte nicht zu lang sein. Es gilt auch jetzt das Sōtaiho-Prinzip: Die Atmung soll angenehm sein.

 Ausatmung:        

Atemübung 03

 Nach der  Haltephase  wird langsam  und  ruhig mit der Ausatmung begonnen, durch Nase oder Mund. Wenn die Luft aus dem Bauch fließt, zieht sich der Bauch zusammen, er wird flach. Je mehr Luft nach außen geschickt wird, desto stärker ist diese Bewegung und gegen Ende bildet sich eine „Kuhle“. Es ist spürbar, wie die Wirbelsäule sich senkt. Sie wird „rund“ und berührt den Boden. Dabei „rollt sich das Steißbein hoch“ und das Schambein hebt sich. Dadurch entsteht eine natürliche Spannung, es sammelt sich Kraft und Energie im Unterbauch.

Während des Ausatmens ist der Zustand des Afterschließmuskels (Anus) wichtig. Er wird locker gelassen, ist aber automatisch geschlossen.Am Ende der Ausatmung, bevor die Einatmung beginnt, schließt sich der Muskel normalerweise wieder von selbst fester. Falls das wegen Krankheit oder anderen Körperproblemen nicht der Fall ist, bewusst den Aftermuskel schließen, aber nicht zu stark, sonst bekommt man einen roten Kopf und die Schultern verspannen sich. Wichtig: Beim Ausatmen nicht übertreiben und zu stark ausatmen.

Beim anschließenden Einatmen lockert sich die natürliche, durch die Ausatmung entstandene Spannung wieder, und der Bauch wölbt sich wieder nach oben.

Sie können das Sotaiho-Buch mit ausführlichen Erklärungen, Fotos und genauen Anleitungen zu den Übungen bei den Autoren erwerben (ca. 100 Seiten). (Das Buch ist als Arbeitsunterlage gedacht und hat darum eine Spiralbindung.)

Autor: Kenji und Ulla Hayashi

Im September 2015 findet bei uns im Dojo wieder ein Seminar Sotaiho statt. Es werden u. a. Techniken alleine und mit Partner geübt. Das Buch kann auf dem Seminar ebenfalls erworben werden.

Radon – (k)eine Frage der Konzentration – 03

Aus dem Video des BfS, am Ende des Beitrags

Radon – (k)eine Frage der Konzentration – 02

geht klar hervor, dass sich Radon in Räumen ansammelt, wenn

  • der Zutritt über Risse, Öffnungen etc. möglich ist,
  • ein ablüften im Wohnraum nur schlecht möglich ist, weil die Fenster zu dicht sind, oder weil zu wenig gelüftet wird

Seit vielen Jahren spielt Energieeinsparung im Gebäude eine große Rolle. Die EnEV regelt, welchen Dämmstandard und welchen Standard unsere Heizanlagen haben müssen. Eine Bewertung des energetischen Zustandes erfolgt mit dem Energieausweis.

Energieausweis - Formular

Energieausweis – Formular

Für Neubauten ist das alles in Ordnung.

Für eine Altbausanierung nicht.

Planer legen oftmals einen sehr starken Wert auf die Luft-Dichtigkeit der Gebäudehülle, ohne die Auswirkungen auf den Radongehalt der Innenluft zu kennen. So kann durchaus ein größeres Problem entstehen, wenn die Fassade, das Dach, die Fenster energetisch saniert werden, aber die Radondurchlässigkeit der Kellerwände und des Kellerbodens nicht beachtet, bzw überprüft werden.

Radonkonzentration nach Einbau neuer Fenster

Radonkonzentration nach Einbau neuer Fenster

An diesem Beispiel ist gut ersichtlich, dass sich zumindest im Wohnzimmer und im Kinderzimmer die Radonkonzentration sehr stark verschlechtert haben. Konnte bei den alten Fenstern Radon noch gut über die Fugen und Anschlüsse abgelüftet werden, geht dies bei den neuen dichten Fenstern nun nicht mehr.

Vor der energetischen Sanierung eines Altbaus sollte immer eine Untersuchung der Radonkonzentration im Bestand und eine Untersuchung der Dichtigkeit der bodenberührenden Bauteile stattfinden.

Doch darüber im nächsten Beitrag.

Der Schwerdahof

 „Sie sind viel zu spät dran…“, so begrüßte mich die zuständige Dame für den Ort Hlinay, als ich meine Anfrage nach dem Schwerdahof per Email an sie stellte.

Doch zurück zum „Anfang“:

Meine Frau ist eine geborene Schwerda. Irgendwann vor Jahren erfuhren wir beiläufig aus der Verwandtschaft, dass es in Böhmen einen Schwerdahof gibt, aus dem die böhmischen Schwerda abstammen. Eigentlich hat sich ja niemand dafür interessiert, so verschwand dieses Wissen wieder in der Versenkung.

Nach dem Tod meiner Schwiegermutter waren alle „Beziehungen“ zum Böhmischen erst mal ebenfalls gestorben. Über den Nachlass tauchten dann doch immer wieder Fragen zur Familiengeschichte auf. Eine Frage, die sehr bald drängender wurde war eben die Frage nach dem Schwerdahof.

In welcher Gegend ist er?

Gibt es ihn noch?

Wie sieht er aus?

Kann man dorthin?

Aus der Verwandtschaft waren leider keinerlei Informationen zu erhalten. Auch die entsprechenden Heimatvereine etc. kannten keinen Schwerdahof.

Um es vorwegzunehmen: Wir erfuhren, wo der Schwerdahof ist, fuhren dort hin und lernten auch den derzeitigen Eigentümer kennen, der uns auch gestattete das Haus anzusehen und zu fotografieren.

Bei Interesse an weiteren Infos zum Schwerdahof bitte ich um Nachricht.

Birnen-Mohn-Torte

Jedes Jahr im Sommer und im Winter führen wir einen Lehrgang mit Gürtelprüfung und anschließender Familien-Feier durch. Alle Teilnehmer bringen Kuchen, Plätzchen oder andere Gerichte mit. Im Blog werde ich immer wieder mal ein Rezept aus diesen Gerichten veröffentlichen.

Hier das erste Rezept, es stammt von Helena

Teig:

4 Eier
1 Tasse Zucker
1 Tasse Mehl
3/4 Tasse fein gemahlenes Mohn
1 Päckchen Vanillinzucker
1/2 P Backpulver

Füllung:

1 Päckchen Vanille-Puddingpulver
1 Dose Birnen
1/2 l ( 500g ) Schlagsahne
2 EL Puderzucker

Garnitur:

50 g Kokosflocken
16 Birnenscheiben
16 kandierte Kirschen

Backzeit: 170°C, 20-25 Minuten

Zubereitung:

Der Boden kann schon 1 bis 2 Tage vorher zubereitet werden.

Den Boden einmal teilen. Auf den unteren Teil den gekochten Vanillepudding warm darauf geben.

1 Dose Birnen gut abtropfen lassen, darauf verteilen und abkühlen lassen.

1/2 l Schlagsahne mit Sahne steif und 2 EL Puderzucker steif schlagen.

Ein wenig geschlagene Sahne auf die Birnen geben, bevor der zweite Boden wieder aufgelegt wird. Die restliche Sahne auf und um die ganze Torte herum streichen. Kokosflocken rösten, gut abkühlen lassen und damit die Torte bestreuen. Nach Wunsch mit Birnenscheiben und Kirchen garnieren.

Radon – (k)eine Frage der Konzentration – 02

Warum beschäftigt man sich mit dem Thema  Radon?

Eintrittswege des Radon

Eintrittswege des Radon

Radon ist in Deutschland Risikofaktor Nr. 2 als Ursache für Lungenkrebs – nach dem Rauchen als Risikofaktor Nr. 1.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) teilt zum Thema Gesundheitsrisiko mit:

Die gesundheitliche Gefährdung geht weniger vom Radon selbst aus, sondern von seinen kurzlebigen radioaktiven Zerfallsprodukten. Aufgrund seiner Edelgaseigenschaften und der Halbwertszeit von fast 4 Tagen wird Radon zum größten Teil wieder ausgeatmet. Die Atemluft enthält aber auch immer die Zerfallsprodukte des Radons (radioaktive Isotope der Elemente Polonium, Wismut und Blei), die überwiegend an die in der Luft befindlichen Aerosole oder Staubteilchen angelagert sind. Diese werden im Atemtrakt abgelagert und zerfallen dort vollständig. Die dabei entstehende energiereiche Alphastrahlung trifft die strahlenempfindlichen Zellen des Bronchialepithels. Aufgrund der hohen biologischen Wirksamkeit dieser Alphastrahlung kann es zu einer Schädigung der Zellen führen und damit die Entstehung einer Lungenkrebserkrankung begünstigen.

Durch Synergieeffekte steigert sich die Schadwirkungen aus dem Rauchen und aus Radon auf sehr unangenehme Weise. Das BfS stellt das mit Worten dar:

In der Gruppe der Raucher erhöht sich das Risiko, bis zum 75. Lebensjahr an Lungenkrebs zu sterben von 101 auf 216 pro 1.000 Personen bei 800 Bq/m3 im Vergleich zu 0 Bq/m3, in der Gruppe der lebenslangen Nichtraucher hingegen nur von vier auf neun pro 1.000 Personen.

In anderen Worten:

Ein Raucher hat ein cirka 25fach höheres Lungenkrebsrisiko als ein lebenslanger Nichtraucher

Grafisch könnte das etwa so dargestellt werden:

Sterbefälle je 1000 Personen an Lungenkrebs - bis zum 75. Lebensjahr

Sterbefälle je 1000 Personen an Lungenkrebs – bis zum 75. Lebensjahr

Das sieht schon etwas eindrücklicher aus.

In Deutschland verteilt sich die Häufigkeit der Radonkonzentration in Gebäuden wie folgt:

Häufigkeitsverteilung der Radon-Konzentration in Gebäuden

Häufigkeitsverteilung der Radon-Konzentration in Gebäuden

Für die Mehrzahl der Deutschen Nichtraucher ist Radon nicht das ganz große Gesundheitsproblem, wohl aber für Raucher und für die, die einer höheren Radonbelastung in ihrer häuslichen Umgebung ausgesetzt sind.

Das BfS hat ein sehr informatives Video als Einführung zum Thema Radon erstellt. Wenn Sie auf das Bild unten klicken, öffnet sich automatisch das Video auf der Seite des BfS.

Radon Video BfS

Im nächsten Beitrag möchte ich darstellen, warum das Problem der Radonbelastung eher zu- als abnimmt.

Radon – (k)eine Frage der Konzentration – 01

Während meiner Grundwehrdienstzeit (weit zurückliegend im letzten Jahrtausend) lernten wir auch den Umgang mit der Radio-aktivität.

Wir lernten, dass es 3 Arten von radioaktiver Strahlung gibt.

  1. Alphastrahlung
  2. Betastrahlung
  3. Gammastrahlung
This diagram demonstrates the constitution of different kinds of ionizing radiation and their ability to penetrate matter. Alpha particles are stopped by a sheet of paper whilst beta particles halt to an Tin foil . Gamma radiation is dampened when it penetrates matter. Gamma rays can be stopped from 4 meters of lead. Tungsten and tungsten alloys can stop Gamma radiation with much less mass than lead

This diagram demonstrates the constitution of different kinds of ionizing radiation and their ability to penetrate matter. Alpha particles are stopped by a sheet of paper whilst beta particles halt to an Tin foil . Gamma radiation is dampened when it penetrates matter. Gamma rays can be stopped from 4 meters of lead. Tungsten and tungsten alloys can stop Gamma radiation with much less mass than lead

Am harmlosesten von den 3 Strahlungsarten solle die Alphastrahlung sein. Die lasse sich nämlich einfach durch Zeitungspapier, mit dem man sich abdecken kann, abschirmen. Durch die Kleidung dringe sie eh nicht durch.

Auch Wikipedia weist darauf hin:

Aufgrund ihrer elektrischen Ladung und relativ großen Masse von 4 u haben Alphateilchen nur eine sehr geringe Eindringtiefe in Materie.

In Wasser oder organischem Material beträgt die Eindringtiefe eines 5-MeV-Alphateilchens 40 μm. Ein etwas kräftigeres Blatt Papier oder einige Zentimeter Luft reichen somit im Allgemeinen schon aus, um Alphateilchen vollständig abzuschirmen.

Soweit wäre das ja kein allzu großes Problem. Aber es gibt da 2 Fakten, die in der damaligen Dienstvorschrift für Soldaten nicht beschrieben waren:

  1. Alphastrahlung hat eine sehr hohe Schadwirkung auf den menschlichen Organismus. Bei gleichem Energieeintrag ist die Schädigungswirkung (Strahlungswichtungsfaktor) der Alpha-strahlung 20mal so hoch wie die der Gammastrahlung!
  2. Alphastrahlung ist Teilchenstrahlung – diese Teilchen werden eingeatmet und mit der Nahrung aufgenommen. Dadurch sind sie nun nicht mehr außerhalb des Körpers, wo sie relativ unschädlich sind, sondern mitten drin in lebenswichtigen Organen.

Wikipedia schreibt dazu:

Ein im Organismus durch Einatmen oder Aufnahme mit der Nahrung eingelagerter Alphastrahler ist dagegen sehr schädlich, da in diesem Fall nicht die toten Hautschichten, sondern lebende Zellen geschädigt werden.

Insbesondere die Anreicherung eines mit Alphastrahlung zerfallenden Nuklids in einem Organ führt zu einer hohen Belastung dieses Organs, da dabei eine hohe Strahlendosis ihre schädigende Wirkung auf kleinem Raum und auf wichtige Körperzellen ausübt (Strahlenkrankheit).

Radon ist ein Alphastrahler, der in der Natur als Zerfallsprodukt von Uran und Thorium vorkommt, in Baustoffen enthalten ist und auf natürlichem Weg über Risse, Fugen, aber auch durch Diffusion in unsere Wohnungen eindringt.

Radon, ein Alphastrahler

Radon, ein Alphastrahler

Doch darüber mehr im nächsten Beitrag.

Elegante Bewegung, klare Technik

Sommerlehrgang mit Gürtelprüfungen im Aikido-Familientraining e.V. 

 Artikel aus: Obermain-Tagblatt vom 23.07.2014

Hoch konzentriert: "Heute bekomme ich einen farbigen Gürtel", sagt Natalie Eck (rechts). Sie bestach, genauso wie ihre Partnerin Lara Fuß, durch ihren kindlichen Ernst, gemischt mit Freude und dem Wissen, dass sie ihr Programm souverän beherrscht.

Hoch konzentriert: „Heute bekomme ich einen farbigen Gürtel“, sagt Natalie Eck (rechts). Sie bestach, genauso wie ihre Partnerin Lara Fuß, durch ihren kindlichen Ernst, gemischt mit Freude und dem Wissen, dass sie ihr Programm souverän beherrscht.

Glücklicherweise geht es im Aikido nicht darum, Rangfolgen festzulegen oder Siegerpositionen zu erreichen. Bei dieser Prüfung wäre diese Aufgabe schier nicht lösbar gewesen. Wir freuen uns darüber, dass im Aikido jeder gewinnt: seinen eigenen Lernfortschritt, seine persönliche Entwicklung, seine individuelle Freude und Kompetenz – Erwachsene genauso wie Kinder.

Natalie Eck, unser jüngstes Mitglied und kleinste Prüfungsteilnehmerin betrat den Übungsraum mit der ihr eigenen fröhlichen Sicherheit: „Heute bekomme ich einen farbigen Gürtel!“ Sie bestach, genauso wie ihre Partnerin Lara Fuß, durch ihren kindlichen Ernst, gemischt mit viel Freude und dem Wissen, dass sie ihr Programm souverän beherrschen. Es war einfach schön, den beiden zuzusehen.

Genauso gekonnt, gelassen, souverän und exakt absolvierten Natalies Schwestern Nina und Nadine und auch Jule Stadelmann ihre Techniken. Bei allen dreien konnten die Zuschauer gut die Steigerung an Tempo und fließenden Bewegungen beobachten, die ausdauerndes Training mit sich bringt. Auch ihnen war die Freude anzusehen, mit denen sie ihre Aufgaben ausführten. Ninas Angreifer (Uke) war ihr Vater, was ihr aber keinerlei Schwierigkeiten bereitete. Sie überzeugte mit exaktem Timing, sauberen Techniken und: ihrem Lächeln.

Bei Christian und Denis Frank konnte ebenfalls eine deutliche Steigerung seit ihrer letzten Prüfung wahrgenommen werden. Sie führten ihre Aufgaben wesentlich schwungvoller und dynamischer aus, was aber ihre Genauigkeit und Sorgfalt nicht einschränkte.

Dass Aikido auch „sehr männlich“ ausgeführt werden kann, zeigten Stefan Luthardt und Christian Eck. Sie trieben sich gegenseitig den Schweiß aus allen Poren und sorgten mit Tempo und sichtbarem Krafteinsatz für einen gewissen Showeffekt. Aber auch ihnen beiden war neben der Anstrengung die Freude anzusehen.

Für Andreas Frank stellten sich Alexander Neuhöfer (2. DAN) und Bernd Flieger (1. DAN) als Angreifer zur Verfügung. Andreas begeisterte durch elegante, fließende Bewegungen und klare Technikführung. Er arbeitete bei ähnlichem Tempo mit weit weniger Krafteinsatz, so dass er seine Prüfungsaufgaben nahezu mühelos absolvierte. Die Zuschauer staunten.

In diesem Jahr lag die Besonderheit darin, dass bei jedem Paar ein deutlicher persönlicher Gewinn offensichtlich wurde, genauso wie ein persönlich geprägter Bewegungsstil. Im Anschluss an die Prüfungen wurden die Erfolge bei Kaffee und überaus schmackhaftem Kuchen und herzhaften Leckereien gefeiert.

Das Sommerfest war wieder einmal ein voller Erfolg, so dass alle Teilnehmer in die Sommerpause gehen können. Diese wird in diesem Jahr auch nicht so lang sein, weil im August einmal pro Woche Training stattfinden kann.

Glückliche Gesichter: Von links (vordereReihe): Nadine Eck, Jule Stadelmann, Natalie Eck, Lara Fuß, Denis Frank; (hintere Reihe): Christian Eck, Nina Eck, Andreas Frank mit Kevin, Christian Frank, Stefan Luthardt.

Glückliche Gesichter: Von links (vordereReihe): Nadine Eck, Jule Stadelmann, Natalie Eck, Lara Fuß, Denis Frank; (hintere Reihe): Christian Eck, Nina Eck, Andreas Frank mit Kevin, Christian Frank, Stefan Luthardt.

Für Informationen zum Aikido-Familientraining stehen Bernhard Herschberger und Ulrike Schneider, Tel (09575) 1071, zur Verfügung.

 

Mallorca im März – 02

Sonntag – die Sonne zeigt sich.

Auf dem Weg zum Strand sehen wir Salzberge. Sie leuchten in der Sonne.

Mallorca Salzproduktion

Salzproduktion in Colonia Sant Jordie

Die Salines de Llevant in der Gegend von Colonia Sant Jordie sind wohl die ältesten Salzproduktionsstätten auf Mallorca. Bereits im 4. vorchristlichen Jahrhundert begannen phönizische Händler Salz zu gewinnen.

 

Der Traumstrand Es Dolc ist fast menschenleer und verändert sein Aussehen mehrfach. Weißer feiner Sand – flache Felsplatten – scharfkantige Felsstrukturen.

Mallorca Strand 01
Traumstrand Es Dolc

Das Meer ist noch sehr stürmisch, die Wellen relativ hoch. Die Brandung bietet ein Schauspiel, dem man gerne zusieht.

Mallorca Strand 03

Brandung am Strand von Colonia Sant Jordie

Das Wasser sieht zeitweise aus wie Milch.

Mallorca Strand 04

Am Leuchtturm von Colonia Sant Jordie

Selbst die Vögel scheinen erstaunt zu sein.

Mallorca Strand 02

Der Leuchtturm von Colonia Sant Jordie

Früher war Colonia Sant Jordie ein Fischerdorf mit einem Fischerhafen.

Mallorca Fischerhafen

Der Fischerhafen con Colonia Sant Jordie

In der neueren Zeit hat sich der Hafen aber weiterentwickelt zu einem Sporthafen, in dem auch entsprechendes Gerät vorgehalten wird, um Sportboote ins Wasser zu lassen.

Mallorca Jachthafen

Sporthafen von Colonia Sant Jordie

Neben der Idylle findet man jedoch auch typische Südländische Fundstücke am Strand, ohne die es wohl nicht geht.

Mallorca Fundstücke 01

Strandgut

Mallorca Fundstücke 02

Strandgut

 

 

 

Sotaiho – Körperbalance – Gymnastik

Sotaiho – Seminar am  20./21.09.2014 in Lichtenfels

Was bedeutet ein Gleichgewichtszustand für den Körper?

Sotaiho Ulla und Kenji

taido-hannover

Wenn eine Sache aus dem Gleichgewicht geraten ist, so tritt eine Spannung auf. Auf den Körper übertragen bedeutet das: Es treten Muskelverspannungen, Schmerzen und Krankheiten auf. Das ist in der Regel immer verbunden mit „Fehlstellungen“ von Knochen im Körperskelett. Diese Fehlstellungen sind aber oft so gering, dass sie durch Röntgen nicht festgestellt werden können. Sie sind aber durch die Verspannungen und Schmerzen fühlbar und damit dann natürlich auch behandelbar. Wenn man also die Fehlstellungen der Knochen beseitigt, bzw. verringert, so bessern sich dadurch die Schmerzen und auch die damit eventuell verbundene Krankheit.

Sotaiho will durch eine spezielle, gezielte Bewegungsmethode Fehlstellungen der Knochen beseitigen, um dadurch einen Gleichgewichtszustand, einen „spannungsfreien“ Körper, zu erreichen.

Kenji Hayashi, Schule für Atmung und Bewegung, Hannover

Das Buch, das Sie beim Seminar ermäßigt erwerben können, will helfen, mittels der Abbildungen und Begleittexte körperliche Unausgewogenheiten zu lokalisieren und sie selbst zu korrigieren, indem sie entsprechend den natürlichen Gesetzmäßigkeiten Beschwerden oder Schmerzen beheben. So soll Sotai zur Gesundheit und zum Wohlbefinden der Übenden beitragen.

 Trotzdem sind die Sotai-Übungen kein Allheilmittel und nicht alle Krankheitssymptome und Beschwerden lassen sich damit beseitigen, doch sie helfen, den natürlichen Heilungsprozess zu beschleunigen. Naturgemäß zeigen die Übungen einen noch größeren Erfolg, wenn ein Partner bei der Ausführung der Bewegungen assistieren kann.

Für „Neue“ kann es hilfreich sein, sich mit einer bekannten Person anzumelden, da zum Sotai Partnerübungen gehören, bei denen Körperkontakt notwendig ist.

Interessante Infos über Sotaiho gibt es auch im Blog von:

Heilpraxis Heiko Schulz

Mehr Bewegungs- als Kampfkunst

Der Verein Aikido-Familientraining e.V. Lichtenfels verfolgt einen eigenen Ansatz von Selbstverteidigungssport

 Artikel aus: Obermain-Tagblatt vom 23.11.2013

Aikido Ulli und Bernhard

Ulrike Schneider und Bernhard Herschberger haben die Faszination in ein Familienkonzept eingebettet.

ROTH. Der Mann im weißen Hemd und schwarzen Hosenrock versucht Lea mit beiden Händen zu packen. Die 15-Jährige weicht mit einer schnellen Körperbewegung aus, setzt einen Kipphebel („Kote-gaeshi“) an und befördert ihr Gegenüber per Wurftechnik auf die Matte. Eine Szene, wie sie sich vermutlich täglich hundertfach in Kampfsportschulen abspielt, die aber gerade für den Lichtenfelser Aikido-Verein gar nicht so typisch ist, wie man meinen sollte.

Aikido Lea und Bernhard

„Bei uns geht es nicht um Kampf, sondern um die Steigerung von körperlicher und seelischer Gesundheit“, sagt Bernhard Herschberger, der schwarz-weiß gekleidete Angreifer. Schließlich stecke dieser Gedanke schon im Namen der vor gut 100 Jahren in Japan entwickelten Kampfkunst: der Weg (do) des Einklangs und der Harmonie (ai) mit der Lebensenergie (ki).

Herschberger und seine Lebenspartnerin Ulrike Schneider sind die Lehrer, Gründer und Vorstände des im Jahr 2000 ins Leben gerufenen Vereins „Aikido-Familientraining e. V. Lichtenfels“. Dass die Mitgliederzahl auf inzwischen ca. 60 angewachsen ist und ihre Arbeit im vergangenen Jahr mit dem Bankenpreis „Sterne des Sports“ in der Kategorie Familie auszeichnet wurde, verdanken sie einem cleveren Konzept. Ihnen gelingt es,  Selbstverteidigungssport und ganzheitlichen Ansatz mit der Besonderheit eines gemeinsamen Trainings für alle Altersgruppe unter einen Hut zu bringen.

Clever deshalb, weil der Kampf-Aspekt vor allem für die jüngsten unter den Teilnehmern auf den ersten Blick die Attraktion zu sein scheint, die sie zu mit dem Sport in Berührung bringt. „Am schönsten finde ich es, wenn ich meinen Papa umwerfen kann“, berichtet Nathalie, mit ihren fünf Jahren das „Küken“ des Vereins, mit stolzer Miene. „Das schaffe ich ganz allein“, antwortet sie auf die Frage, ob ihr Vater dabei nicht ein bisschen mithilft. Wobei das Schmunzeln ihrer älteren Schwestern Nadine (8) und Nina (11), die ebenfalls begeisterte Aikido-Sportler sind, die Wahrheit verrät.

Aikido Nathalie und Papa

Den Papa umwerfen – Nathalie ist mit ihren fünf Jahren das jüngste aktive Mitglied des Vereins, das älteste ist 60.

Für die Geschwister mit dem identischen Anfangsbuchstaben gilt das Gleiche wie für alle Kinder der Gruppe. Ihnen ist vermutlich nicht bewusst, dass der Kampfsport beim Lichtenfelser Aikido eher als Etikett zu betrachten ist. Dass die Übungen auf die Verbesserung von Fitness und Motorik abzielen, dass sie physische wie psychische Balance stärken und so die Ausgeglichenheit im Alltag fördern sollen.

Dabei wird die Idee von Herschberger und Schneider schon anhand des Ablaufs der Einheiten deutlich. Die Hälfte der angesetzten eineinhalb Stunden ist bereits verstrichen, bevor in der Halle der Firma Lepegro im Stadtteil Roth – seit 2010 Trainingsort – mit Blocks, Würfen und Hebeln begonnen wird. Davor stehen Atem- und Konzentrationsübungen, Gymnastik sowie spielerische Elemente wie Ballwerfen und -rollen, Schubkarren- und Skorpionlauf auf dem Programm.

Aikido Ballspiele

Nicht nur Würfe und Hebel – zum ganzheitlichen Charakter gehören auch gemeinsame Koordinationsübungen.

Ein gutes Beispiel dafür, wie der Verein Erwartungshaltungen positiv enttäuscht, ist der elfjährige Christian, der regelmäßig mit seinem Vater und Bruder Denis (8) trainiert. Erhofft hatte er sich eigentlich ein paar Tricks, um sich auf dem Schulhof behaupten zu können. „Das Training ist aber ganz anders als ich gedacht habe, gar nicht wie so eine Art Karate“, findet er.

Dabei bleiben will er aber auf jeden Fall, genauso wie die drei befragten Mädels („Weil es Riesenspaß macht und abwechslungsreich ist“) und die eingangs erwähnte Lea.  Nach sieben Jahren Aikido hat sie einen differenzierteren Blick, schätzt neben der Bewegung das gewonnene Selbstvertrauen: „Gerade als Frau ist es hilfreich, sich im Notfall verteidigen zu können.“

Während das Training bei manchen Kindern und Jugendlichen außerdem bereits zur Verbesserung der schulischen Leistungen führte, wie Bernhard Herschberger verrät, ist es für die Erwachsenen auf andere Weise interessant. Zum einen sprechen die tänzerischen, fließenden Elemente (Herschberger: „Was wir machen, ist mehr Bewegungs- als Kampfkunst“) nicht nur Sportskanonen an. Im Gegenteil, Menschen mit Rückenproblemen und Bewegungsstörungen sind im „Taidokan“ (Schule für klassische japanische Kampfkunst) in Roth am Dienstag- und Freitagabend besonders willkommen. Sie profitieren nicht nur vom leichten Zugang, sondern auch von der zwanglosen Atmosphäre, die zwar die Möglichkeit des Erwerb von Gürteln bietet, aber nicht auf Wettkämpfe ausgerichtet ist.

Der große Trumpf des Familientrainings ist aber, dass alle Alters- zugleich Zielgruppen sind, Fünfjährige gemeinsam mit 60-Jährigen auf der Matte stehen können. „Wo gibt es sonst noch die Möglichkeit, dass Eltern gemeinsam mit ihren Kindern Sport treiben können?“, fragt Ulrike Schneider. Dass sie als Religionspädagogin und ihr Lebenspartner als Berufsschullehrer ihre „Brötchen verdienen“, erklärt ihre pädagogische Herangehensweise

Beide betonten, dass sie nicht die Aikido-Pioniere des Landkreises sind. Kennen gelernt haben sie sich Anfang der 1990-er Jahre beim Training in der Schule von Herbert Wagner in Pferdsfeld. Als Wagner den Nachwuchsbereich aufgeben musste, ersetzten sie das Kindertraining durch ein vollkommen neues und einzigartiges Konzept: das Familientraining. Später gründeten sie einen eigenen Verein.

Körperbeherrschung und Konzentration, Miteinander und Meditation in der Bewegung, also besagte „körperliche und seelische Gesundheit“: Bernhard Herschberger ist glücklich, all das weiterzugeben zu können, was ihn bei seiner ersten Begegnung mit dem Sport während seines Studiums in München vor über 30 Jahren auf Anhieb faszinierte. Die Begeisterung ist in dieser Zeit nicht verblasst und erreicht heute immer noch Menschen verschiedener Generationen und Berufe.

Mallorca im März – 01

Mallorca klingt nach „Ballermann“, nach Alkohol, Sex, Überfüllung. Aus diesem Grund war es für mich auch nie ansprechend als Urlaubsziel. Eine Kollegin hatte die Idee, im Kreis von vielen  Kollegen nach Mallorca zu fliegen – das war natürlich schon ein Grund, dort die Faschingswoche zu verbringen. Optimal organisiert wurde die Reise durch das Reisebüro von Claudia Hoffmann.

Einige der Gruppe sind Fahrrad-Sportler und wollten ihrem Hobby zumindest zeitweise nachgehen. Andere wollten sich erholen und die Möglichkeiten eines Spa-Bereiches nutzen. Deshalb wurde das Hotel Blau in Colonia Sant Jordie ausgesucht. Prima Möglichkeiten, ein Fahrrad oder einen Mietwagen zu leihen. Der Wetterbericht hatte gute Nachrichten – Samstag: Regen bei ca. 13°, danach ca. 17° bewölkt bis sonnig. Der Flug verlief sehr gut. Ankunft pünktlich, Abfertigung und Abholung einwandfrei. Dann der erste Eindruck: kalt, ausgestorben, irgendwie tot.

Traumstrand bei Kälte und Wind in Colonia Sant Jordie

Traumstrand 02_002

Colonia Sant Jordie

Das änderte sich allerdings im Lauf der Woche.

Radiation thoron mantle

In den vorigen Beiträgen habe ich die Hintergrundstrahlung im homelab und im Garten als Graph dargestellt.

Zum Vergleich nun die graphische Darstellung eines früher üblichen Glühstrumpfes, der z.T. aus Thoron besteht.

thoron mantle

 

Der Graph sieht rein optisch schon völlig anders aus, als der Graph der Hintergrundstrahlung. Sowohl die Pulshöhe, als auch der Frequenzbereich unterscheidet sich stark von der vorigen Graphik.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neuberechnung der Kindererziehungszeiten

Die große Koalition plant die Einführung einer Mütterrente auch für Kinder, die vor 1992 geboren wurden.

 

Den Anspruch auf diese Rente haben alle Frauen, auch wenn sie bereits in Altersrente sind. Also auch die Omas und Uromas, soweit sie noch leben einbeziehen. Die Neuberechnung muss beantragt werden, ohne Antrag keine Ansprüche!

Von Bundestagsangehörigen, voran die weiblichen Abgeordneten, wurden bereits entsprechende Anträge seit November 2013 bei den Rentenversicherungsträgern eingereicht.

Der Rentenversicherungsträger stellt eine Bestätigung des Eingangs des Antrages zu. Voraussichtlich ab Juli 2014 wird das Gesetz in Kraft treten.

Das Muster des Antrages sollte im Bekanntenkreis weitergegeben werden, damit so viel wie mögliche Frauen davon Gebrauch machen können.

Es wird nach den bisherigen Informationen keine automatische Anerkennung der Kindererziehungszeiten (drei Jahre)  für Kinder die vor 1992 geboren wurden geben.

Zusammengestellt von Bernd Otte von der PI Erlangen-Land

Antrag_Neuberechnung_Kindererziehungszeiten

Erlaeuterungen_zum_Antrag_auf_KZZ

Gammaspektren

In den folgenden Beiträgen zeige ich Gammaspektren, die von mir erstellt wurden. Alle Spektren werden mit einem 3×3″ NaJ Szintillationsdetektor

Scionix 3x3

 

der Firma Scionix aufgezeichnet.

Scionix Type 76B76_3

Aufzeichnungsdauer 10800 sec. = 3 Std.

Zur Analyse verwende ich den Sound Card Spectroscopy Driver GS1100A von Steven Sesselmann.

GS-1100A

 

Die Auswertung nehme ich jeweils mit der Software PRA9 vor und übertrage die Daten in Excel, um Spektren vergleichen zu können.

Die Einheiten der horizontale Achse beziehen sich auf immer gleiche Einheiten.