Zwei Leben

Zwei Leben führen wir,
ein Leben im Stoff,
unser Körper als Vermittler,
handelnd in der Welt,
um Neues zu schaffen.

Das zweite Leben
führt unser Ich
in der Seele,
worin das Echo von früher
regiert im Jetzt.

Bringe Ordnung dort hinein,
reinige sie
nach den Maßstäben
des Geistes.

aus:
jaap van de Weg
geistes
gegenwart
das einmaleins
der inneren balance

Monat: März 2015

Gesundheit und Krankheit – eine andere Betrachtung

Gesundheit und Krankheit – eine andere Betrachtung

Gesundheit ist gut – Krankheit ist schlecht?

Im Allgemeinen wird das wohl so betrachtet.

Jaap van de Weg stellt in seinem Buch Welten und Wesen eine andere Version dar.

Welten und Wesen
Welten und Wesen

Das Körperelementarwesen erzählt

„Du wirst jetzt vielleicht auch besser verstehen, was die tiefere Ursache verschiedener Krankheiten ist. Sie liegen in einer viel ferneren Vergangenheit, als es für dich jetzt sichtbar ist, nämlich in einem früheren Leben oder noch weiter zurück. Dort sind die Dinge geschehen – oder besser gesagt: Dort hat die Individualität Dinge durchgemacht, die ihre Seele beeinträchtigt haben, und die Spuren davon hat sie uns eingeprägt. Das trage ich also weiter. Wenn sie im jetzigen Leben nicht darauf zurückkommt, um es auszugleichen, tragen wir es weiter in ein nächstes Leben. Man kann das in etwa wie eine Art dunklen Fleck beschreiben. Diese dunklen Flecken hängen mit den Verführungen zusammen, die die Individualität erlebt hat und denen sie nachgab. Haben diese damals tiefgreifend weitergewirkt, so haben sie sich auch stark in uns eingeprägt. Siehst du es vor dir, wie wir nach ihrem Tod aussehen? Wir sind übersät mit Prellungen und blauen Flecken. Versuche einmal zu sehen, wie das aussieht im Vergleich zu der prächtigen Gestalt, die wir früher darstellten. Diese hatte vielmehr Schönheit an sich. Sie war unglaublich strahlend und rein. Schade, dass wir so verunstaltet wurden.“

aus dem Kapitel „Alte Krankheiten“

Die „Prellungen“ und „blauen Flecken“ lassen sich entfernen, bzw. heilen, indem der Mensch seine eigene Entwicklung in die Hand nimmt und dadurch Freiheit und Selbständigkeit entsteht.

Aber auch von anderer Seite wird etwas für unsere Heilung getan. Im Kapitel „Hinter uns“ erfahren wir, dass höhere Wesen, wie Engel und Erzengel, einen vollkommenen Überblick über unsere Individualität haben und uns auf ihre Art und Weise helfen.

Raphael der große Heiler unter den Erzengeln

 

„Diese hohen Wesen sind von einer viel höheren Rangordnung als wir. Sie haben den vollkommenen Überblick über die Entwicklung der Individualität durch all ihre Leben. Zuerst steht da der Engel, der das individuelle Leben lenkt. Er gibt uns unsere ersten Aufträge. Dahinter steht ein höheres Wesen, der Erzengel. Er hängt stärker mit dem zusammen, was das Individuum für andere und für Menschheit und die Erde in ihrer Gesamtheit in seinem Leben schaffen will. Auch Raphael, der große Heiler unter den Erzengeln, steht hinter mir. In ihm lebt der Wille, uns kosmisch von unserem dunklen Flecken zu heilen. Und nicht nur uns, sondern durch uns auch die Individualität von ihren früheren Verfehlungen zu heilen. Heilen in einem umfassenderen Sinn ist also dasselbe wie Krankmachen im engeren Sinn. Das ist die Aufgabe, die Raphael zugeteilt ist.“

aus dem Kapitel „Hinter uns“

Jaap van de Weg beschreibt u.a. in dem Buch verschiedene „Dämonen“ (z.B. Habsucht, Wut, Eitelkeit etc.) und wie man sie „befreien“, „integrieren“ und „vergeistigen“ kann, um daraus Heilung zu generieren.

So kann z.B. Eitelkeit zu Selbstbewusstsein werden und daraus Verantwortung gegenüber dem Geist entstehen.

 

Der Schwerdahof – ein altes böhmisches Mittelgebirgshaus

Der Schwerdahof – ein altes böhmisches Mittelgebirgshaus

Der Heimatforscher Julius Lippert beschreibt den Schwerdahof 1898 mit wenigen Worten in seinem Heft: 

„Das alte Mittelgebirgshaus in Böhmen und sein Bautypus“

Lippert wohnte zuletzt in Kundratitz, dem Nachbardorf von Hlinay. Über den Schwerdahof schrieb er:

„Wenn wir dagegen auch nicht wissen, ob nicht gerade ein slawischer Bauer ein Haus gebaut hat, wie es in Fig. 11 in hoher Vollendung darstellt, so spricht doch dieses Haus selbst dafür, dass es nur auf einem „eingekauften“, d.h. auf einem solchen Bauerngrunde aufgeführt wurde der … dem Bauern … gehörte. Ein Bauer der so baute, musste sicher sein, dass er nicht von seiner Herrschaft stündlich von seinem Grunde abgerufen werden konnte.“

Julius Lippert - Fig. 11
Julius Lippert – Fig. 11

Lippert wusste wohl zu seiner Zeit nicht, wie die rechtlichen Verhältnisse waren.

Georg Schwarda kaufte im 30-jährigen Krieg das vermutlich verlassene Gehöft von der Obrigkeit ab. Der Kaufpreis betrug damals 330 Schock Groschen. Georg übergab den Hof 1652 an seinen Sohn Jacob.

Weiter schrieb Lippert:

Betrachten wir dasselbe Haus noch von seiner Giebelseite (Fig. 13), so gibt es gewiss ein ebenso günstiges Zeugnis für den feineren Formensinn unserer Vorfahren, wie die Entwicklungsfähigkeit unseres Stils.“

Julius Lippert – Fig. 13

Mit diesen beiden Skizzen fuhren wir an einem nasskalten, regnerischen Tag nach Hlinay.

Vom Heimatverband erhielt ich ein paar Wochen vorher dankenswerterweise einen handgezeichneten Ortsplan, der die Hauseigentümer um 1945 enthielt.

Hlinay – Ortsplan 1945

Auf dem Plan ist in der rechten Hälfte, etwa in der Mitte das Gebäude mit dem Namen Schwerda (Patzelt) gut zu erkennen. Dieses Gebäude wollten wir finden. Dummerweise hat sich der Ort in den 70 Jahren kräftig verändert. Obwohl wesentlich weniger Personen als vor dem Krieg dort wohnen, ist das Dorf gewachsen. Die Straßenführung ist in diesem Teil des Dorfes ganz anders und das Gebäude, wie auch viele anderen Gebäude stehen nicht mehr. Durchaus enttäuscht, durchnässt und durchgefroren liefen wir zu unserem Auto zurück.

Alte Bilder können Geschichten erzählen

Alte Bilder können Geschichten erzählen

Ein nettes altes Bild. 6 cm x 9 cm

Ich fand es in einer Fotoschachtel meiner Großmutter, die in einem Schrank meiner Mutter lag. Beide sind schon vor vielen vielen Jahren gestorben.

Unter diesen Bildern sind sehr viele Fotos mit Menschen, die mir leider nicht bekannt sind. Es gibt auch niemanden sonst mehr, den man fragen könnte, wer denn auf diesen Bildern zu sehen ist.

So ziemlich jeder kennt dieses Problem. Eine oder mehrere Kisten voll Bilder und keiner weiß, wer drauf ist.

Die Rückseite sieht dann manchmal so aus, wie auf meinem Foto:

Scan_20150228 (2)

Die Beschriftung, sehr verblasst und nur mit einem Vergrößerungsglas erkennbar:

  • 1 Mann
  • 2 Buben
  • 1 Mädchen

Kleberreste zeigen, dass das Foto wohl mal in einem Album klebte und somit für jemand wichtig war.

Einen Wert für die Nachfolgegenerationen stellen Fotos nur dann dar, wenn klar ist, wer oder was darauf dargestellt ist. Deshalb sollten Fotos, die einem wichtig erscheinen, ausführlich beschriftet werden, am Besten in einem Album.

Im Lauf der Generationen verteilt sich die Nachkommenschaft und häufig nimmt man sich nicht die Zeit, alte Fotos anzusehen, wenn die Kinder oder Enkel zu Besuch sind (könnte ja auch nervig sein). Die Bilder verschwinden aus dem Bewusstsein und tauchen erst wieder im Nachlass auf. Ob sich dann noch jemand an die Menschen erinnert, die dargestellt sind? Wer bekommt dann die Fotos? Was ist, wenn meine Kinder oder Enkel danach fragen?

Deshalb:

  • alte Fotos und Dias digitalisieren
  • nur die wichtigen, bzw. aussagekräftigsten (weniger ist oft mehr)
  • in hoher Auflösung mit Kurzbeschreibung oder Nummerierung ablegen
  • in eine Textdatei einbinden und dort ausführlich beschreiben.
  • Fotobuch erstellen und an interessierte Familienmitglieder verteilen

Da sich Speicher-Formate ändern, sollten die Dateien immer wieder auf aktuellen Stand gebracht werden.

Alte Fotos erzählen Geschichten über die Familie – wenn jemand diese Fotos pflegt und die Geschichten aufschreibt!

 

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