Monate: August 2014

Der Schwerdahof

 „Sie sind viel zu spät dran…“, so begrüßte mich die zuständige Dame für den Ort Hlinay, als ich meine Anfrage nach dem Schwerdahof per Email an sie stellte. Doch zurück zum „Anfang“: Meine Frau ist eine geborene Schwerda. Irgendwann vor Jahren erfuhren wir beiläufig aus der Verwandtschaft, dass es in Böhmen einen Schwerdahof gibt, aus dem die böhmischen Schwerda abstammen. Eigentlich hat sich ja niemand dafür interessiert, so verschwand dieses Wissen wieder in der Versenkung. Nach dem Tod meiner Schwiegermutter waren alle „Beziehungen“ zum Böhmischen erst mal ebenfalls gestorben. Über den Nachlass tauchten dann doch immer wieder Fragen zur Familiengeschichte auf. Eine Frage, die sehr bald drängender wurde war eben die Frage nach dem Schwerdahof. In welcher Gegend ist er? Gibt es ihn noch? Wie sieht er aus? Kann man dorthin? Aus der Verwandtschaft waren leider keinerlei Informationen zu erhalten. Auch die entsprechenden Heimatvereine etc. kannten keinen Schwerdahof. Um es vorwegzunehmen: Wir erfuhren, wo der Schwerdahof ist, fuhren dort hin und lernten auch den derzeitigen Eigentümer kennen, der uns auch gestattete das Haus anzusehen und …

Birnen-Mohn-Torte

Jedes Jahr im Sommer und im Winter führen wir einen Lehrgang mit Gürtelprüfung und anschließender Familien-Feier durch. Alle Teilnehmer bringen Kuchen, Plätzchen oder andere Gerichte mit. Im Blog werde ich immer wieder mal ein Rezept aus diesen Gerichten veröffentlichen. Hier das erste Rezept, es stammt von Helena Teig: 4 Eier 1 Tasse Zucker 1 Tasse Mehl 3/4 Tasse fein gemahlenes Mohn 1 Päckchen Vanillinzucker 1/2 P Backpulver Füllung: 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver 1 Dose Birnen 1/2 l ( 500g ) Schlagsahne 2 EL Puderzucker Garnitur: 50 g Kokosflocken 16 Birnenscheiben 16 kandierte Kirschen Backzeit: 170°C, 20-25 Minuten Zubereitung: Der Boden kann schon 1 bis 2 Tage vorher zubereitet werden. Den Boden einmal teilen. Auf den unteren Teil den gekochten Vanillepudding warm darauf geben. 1 Dose Birnen gut abtropfen lassen, darauf verteilen und abkühlen lassen. 1/2 l Schlagsahne mit Sahne steif und 2 EL Puderzucker steif schlagen. Ein wenig geschlagene Sahne auf die Birnen geben, bevor der zweite Boden wieder aufgelegt wird. Die restliche Sahne auf und um die ganze Torte herum streichen. Kokosflocken rösten, gut abkühlen lassen und damit die …

Radon – (k)eine Frage der Konzentration – 02

Warum beschäftigt man sich mit dem Thema  Radon? Radon ist in Deutschland Risikofaktor Nr. 2 als Ursache für Lungenkrebs – nach dem Rauchen als Risikofaktor Nr. 1. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) teilt zum Thema Gesundheitsrisiko mit: Die gesundheitliche Gefährdung geht weniger vom Radon selbst aus, sondern von seinen kurzlebigen radioaktiven Zerfallsprodukten. Aufgrund seiner Edelgaseigenschaften und der Halbwertszeit von fast 4 Tagen wird Radon zum größten Teil wieder ausgeatmet. Die Atemluft enthält aber auch immer die Zerfallsprodukte des Radons (radioaktive Isotope der Elemente Polonium, Wismut und Blei), die überwiegend an die in der Luft befindlichen Aerosole oder Staubteilchen angelagert sind. Diese werden im Atemtrakt abgelagert und zerfallen dort vollständig. Die dabei entstehende energiereiche Alphastrahlung trifft die strahlenempfindlichen Zellen des Bronchialepithels. Aufgrund der hohen biologischen Wirksamkeit dieser Alphastrahlung kann es zu einer Schädigung der Zellen führen und damit die Entstehung einer Lungenkrebserkrankung begünstigen. Durch Synergieeffekte steigert sich die Schadwirkungen aus dem Rauchen und aus Radon auf sehr unangenehme Weise. Das BfS stellt das mit Worten dar: In der Gruppe der Raucher erhöht sich das Risiko, bis zum 75. …

Radon – (k)eine Frage der Konzentration – 01

Während meiner Grundwehrdienstzeit (weit zurückliegend im letzten Jahrtausend) lernten wir auch den Umgang mit der Radio-aktivität. Wir lernten, dass es 3 Arten von radioaktiver Strahlung gibt. Alphastrahlung Betastrahlung Gammastrahlung Am harmlosesten von den 3 Strahlungsarten solle die Alphastrahlung sein. Die lasse sich nämlich einfach durch Zeitungspapier, mit dem man sich abdecken kann, abschirmen. Durch die Kleidung dringe sie eh nicht durch. Auch Wikipedia weist darauf hin: Aufgrund ihrer elektrischen Ladung und relativ großen Masse von 4 u haben Alphateilchen nur eine sehr geringe Eindringtiefe in Materie. In Wasser oder organischem Material beträgt die Eindringtiefe eines 5-MeV-Alphateilchens 40 μm. Ein etwas kräftigeres Blatt Papier oder einige Zentimeter Luft reichen somit im Allgemeinen schon aus, um Alphateilchen vollständig abzuschirmen. Soweit wäre das ja kein allzu großes Problem. Aber es gibt da 2 Fakten, die in der damaligen Dienstvorschrift für Soldaten nicht beschrieben waren: Alphastrahlung hat eine sehr hohe Schadwirkung auf den menschlichen Organismus. Bei gleichem Energieeintrag ist die Schädigungswirkung (Strahlungswichtungsfaktor) der Alpha-strahlung 20mal so hoch wie die der Gammastrahlung! Alphastrahlung ist Teilchenstrahlung – diese Teilchen werden eingeatmet und mit …

Elegante Bewegung, klare Technik

Sommerlehrgang mit Gürtelprüfungen im Aikido-Familientraining e.V.   Artikel aus: Obermain-Tagblatt vom 23.07.2014 Glücklicherweise geht es im Aikido nicht darum, Rangfolgen festzulegen oder Siegerpositionen zu erreichen. Bei dieser Prüfung wäre diese Aufgabe schier nicht lösbar gewesen. Wir freuen uns darüber, dass im Aikido jeder gewinnt: seinen eigenen Lernfortschritt, seine persönliche Entwicklung, seine individuelle Freude und Kompetenz – Erwachsene genauso wie Kinder. Natalie Eck, unser jüngstes Mitglied und kleinste Prüfungsteilnehmerin betrat den Übungsraum mit der ihr eigenen fröhlichen Sicherheit: „Heute bekomme ich einen farbigen Gürtel!“ Sie bestach, genauso wie ihre Partnerin Lara Fuß, durch ihren kindlichen Ernst, gemischt mit viel Freude und dem Wissen, dass sie ihr Programm souverän beherrschen. Es war einfach schön, den beiden zuzusehen. Genauso gekonnt, gelassen, souverän und exakt absolvierten Natalies Schwestern Nina und Nadine und auch Jule Stadelmann ihre Techniken. Bei allen dreien konnten die Zuschauer gut die Steigerung an Tempo und fließenden Bewegungen beobachten, die ausdauerndes Training mit sich bringt. Auch ihnen war die Freude anzusehen, mit denen sie ihre Aufgaben ausführten. Ninas Angreifer (Uke) war ihr Vater, was ihr aber keinerlei Schwierigkeiten bereitete. Sie überzeugte mit …